Rainer Schnell und Menno Smid: Methodische Probleme und L├Âsungen f├╝r eine epidemiologische Coronaforschung

In ihrem Vortrag gaben Rainer Schnell und Menno Smid eine ├ťbersicht der Kritikpunkte aktueller Letalit├Ąts- und Mortalit├Ątsstatistiken. Dabei gingen sie der Frage nach, welcher Datenbedarf aus ihrer Sicht besteht, welchen Inhalt entsprechende Erhebungen haben sollten und wie Stichprobendesign und Datenerhebung aussehen k├Ânnten, um die tats├Ąchlichen Infektionszahlen und durch die Infektionen verursachten Todesf├Ąlle zu messen.

Moderation: Ellen von den Driesch

Mareike B├╝nning und Lena Hipp: Leben in der Lage. Wie wirkt sich Corona auf Arbeit, Familie und Wohlbefinden aus?

In ihrem Vortrag gingen Mareike B├╝nning und Lena Hipp aus der WZB-Forschungsgruppe ÔÇ×Work and CareÔÇť der Frage nach: Wie wirkt sich Corona auf Arbeit, Familie und Wohlbefinden aus? Erste Antworten konnten sie dabei auf Basis der empirischen Erhebung zu diesen Themen teilnehmen, die unter corona-alltag.de l├Ąuft. Basierend auf den Antworten von rund 8000 Teilnehmer*innen der ersten Erhebungswelle geht es im Vortrag insbesondere um die Auswirkungen im Bereich der Erwerbsarbeit ÔÇô abh├Ąngig etwa davon, ob man in einem systemrelevanten Beruf arbeitet oder nicht.

Weitere Informationen finden Sie auch in der Pressemeldung zur Studie.

Moderation: Jan Wetzel

Armin Nassehi: Die Infektion der Gesellschaft

In seinem Vortrag geht Armin Nassehi der Frage nach, wie eine Gesellschaft, die nicht wie aus einem Guss reagieren kann, mit der Corona-Infektion umgeht. Ausgehend von der Beobachtung, dass nicht nur der menschliche K├Ârper, sondern auch die Gesellschaft offensichtlich vom Corona-Virus infiziert ist, analysiert Nassehi die Abwehrreaktionen gesellschaftlicher Funktionssysteme auf diese Infektion.

Moderation: Ellen von den Driesch

Karl Ulrich Mayer: Soziologie der Pandemie

In seinem Vortrag gibt Karl Ulrich Mayer einen ersten ├ťberblick, welchen Beitrag der analytische Werkzeugkasten der Soziologie zur Bew├Ąltigung der Coronakrise leisten kann. Wer in welchem Ma├če von der Krise betroffen ist, hat viel mit sozialer Ungleichheit zu tun. Sie bestimmt, wie Kontakt- und Ansteckungsrisiken, Zugangschancen zu medizinischer Behandlung und Sterberisiken gesellschaftlich verteilt sind. Ein exaktes Wissen ├╝ber diese Wirkungen braucht, um zu verhindern, dass die Coronakrise soziale Ungleichheit weiter versch├Ąrft. 

Moderation: Jan Wetzel