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Vierte Staffel

Das Kolloquium startet in die vierte Staffel. Jeden Mittwoch um 12Uhr zwei Vorträge à 15 Minuten mit anschließend 15 Minuten Diskussion, beginnend ab dem 2. Juni 2021.

Sie wollen live dabei sein und mit den Vortragenden diskutieren? Alle Informationen finden Sie auf dieser Seite.

Das Programm finden Sie hier.

Jochen Gensichen, Anita Hausen und Katharina Mayr: Die COVID-19-Pandemie in der Langzeitpflege: Der Bayerische ambulante COVID-19-Monitor mit Blick auf Folgen, Bedarfe und Handlungsmöglichkeiten

Am 21. Juli 2021 hielten Jochen Gensichen, Anita Hausen und Katharina Mayr einen Vortrag √ľber den Bayerischen ambulanten COVID-19-Monitor. Das interdisziplin√§re Forschungsvorhaben m√∂chte eine solide Datengrundlage √ľber die Auswirkungen der Pandemie in der Langzeitpflege schaffen. Ziel ist es die Bedarfe von Pflegebed√ľrftigen, deren Angeh√∂rigen sowie Pflegekr√§ften zu erheben und der Politikplanung politischen Planung in Bayern zur Verf√ľgung zu stellen.

Jochen Gensichen ist Professor f√ľr Allgemeinmedizin am Institut f√ľr Allgemeinmedizin der Ludwig-Maximilians-Universit√§t M√ľnchen.

Anita Hausen ist Professorin f√ľr Versorgungsforschung und Versorgungskonzepte an der katholischen Stiftungshochschule M√ľnchen.

Katharina Mayr ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f√ľr Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universit√§t M√ľnchen.

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Marlene M√ľller-Brandeck

Gesa Lindemann: Wahrheit und Gewalt. Warum es keine gemeinsam geteilte Wahrheit √ľber den Ursprung der Corona-Pandemie gibt

In ihrem Vortrag vom 21. Juli 2021 ging Gesa Lindemann von der Annahme aus, dass eine geteilte Wahrheit nur im Rahmen einer spezifischen Verfahrensordnung der Gewalt entstehen kann. Unterschieden werden die Ordnung des Austauschs und der Rechtsstaatlichkeit und ihre Bedeutung f√ľr das Verst√§ndnis der Pandemie.

Gesa Lindemann ist Professorin f√ľr Soziologie Carl von Ossietzky Universit√§t Oldenburg. Ihre Ausf√ľhrungen beruhen auf der Monografie Die Ordnung der Ber√ľhrung. Staat, Gewalt und Kritik in Zeiten der Coronakrise, das Ende 2020 erschienen ist.

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Gesa Lindemann

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Jan Wetzel

Yvonne Lott: Alles beim Alten? Die Aufteilung der Kinderbetreuung in Paaren während der Corona-Krise

In ihrem Vortrag vom 14. Juli 2021 ging Yvonne Lott der Frage nach, wie sich die Aufteilung der Kinderbetreuung w√§hrend der Corona-Krise ver√§ndert hat. Die Erwerbspersonenbefragung der Hans-B√∂ckler-Stiftung aus dem Fr√ľhling und Herbst 2020 zeigt, dass sich die Arbeitsteilung in weniger als einem Drittel der Paarbeziehungen ver√§nderte. Dabei sind sowohl Traditionalisierungs- als auch Egalisierungstendenzen zu beobachten. Die Ver√§nderungen waren allerdings nicht von Dauer und scheinen in erster Linie Ad-hoc-Anpassungen an die Notsituation gewesen zu sein.

Unter wsi-datenzentrum.de sind alle Informationen zu den Datenreports und Fragebögen der Erwerbspersonenbefragung abrufbar.

Yvonne Lott ist Leiterin des Referats Geschlechterforschung am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

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Markus Lörz: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf soziale Ungleichheiten im Studium

Die Situation der Studierenden in der Corona-Pandemie steht bisher in der politischen und medialen Aufmerksamkeit hinter denen anderer Bev√∂lkerungsgruppen zur√ľck. In seinem Vortrag vom 7. Juli 2021 ging Markus L√∂rz so der Frage nach: Welchen Einfluss haben geschlossene Campi, Online-Lehre und besonders etwaige Einkommensverluste auf das Studium? Hierauf geben die vorgestellten Daten von mehr als 24.000 Studierenden erste Antworten.

Markus L√∂rz vertritt seit dem Sommersemester 2021 die Professur f√ľr Soziologie mit dem Schwerpunkt soziale Ungleichheit an der Uni Bamberg. Seit April 2019 leitet er die Studierendenbefragung in Deutschland am DZHW, ist davon aber momentan auf Grund der Vertretungsprofessur beurlaubt.

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Markus Lörz

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Silvio Suckow

Lena Hipp und Markus Konrad: Geschlechtereffekte der COVID-19-Pandemie: Empirische Evidenz zu geschlechtsspezifischen Produktivitätseffekten bei Open-Source-Softwareprojekten aus 37 Ländern

In ihrem Vortrag vom 7. Juli 2021 stellten Lena Hipp und Markus Konrad Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Produktivit√§t von m√§nnlichen und weiblichen Softwareentwicklern in 37 L√§ndern w√§hrend der 1. Pandemiewelle 2020 vor. Hierzu kombinieren sie Daten der Softwareentwicklungsplattform GitHub mit l√§nderspezifischen Informationen √ľber Lockdownintensit√§ten.

Lena Hipp ist Professorin f√ľr Sozialstrukturanalyse an der Universit√§t Potsdam und leitet die Forschungsgruppe Arbeit und F√ľrsorge am WZB. Zu ihren Forschungsschwerpunkten geh√∂ren u.a. die Themen Geschlecht und Familie sowie Wohlfahrtsstaat und soziale Ungleichheit.

Markus Konrad ist Data Scientist am WZB. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Textmining, quantitative Textanalyse und der Analyse von Geodaten.

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Lena Hipp
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Sandra Leumann

Swen Hutter und Sophia Hunger: Alles Covidioten? Politische Potenziale des Corona-Protests in Deutschland

In ihrem Vortrag vom 30. Juni 2021 gaben Swen Hutter und Sophia Hunger einen umfassenden √úberblick √ľber die politischen Potentiale des Corona-Protests in Deutschland. Basierend auf Umfragedaten zeigen sie, dass dieser Protest ein erhebliches und relativ stabiles Mobilisierungspotenzial in der deutschen Bev√∂lkerung besitzt. Es besteht zu einem gro√üen Teil aus einer von den etablierten Parteien nicht repr√§sentierten politischen Mitte, nicht nur aus rechtsradikalen Randgruppen. Allerdings tendiert √ľber Zeit zunehmend nach rechts und besitzt aufgrund seiner Anf√§lligkeit f√ľr Verschw√∂rungstheorien ein erhebliches Radikalisierungspotenzial.

Die Ergebnisse sind auch in einem Beitrag in den WZB-Mitteilungen sowie in dem Vortrag zugrundeliegenden WZB Discussion Paper nachzulesen.

Swen Hutter ist Lichtenberg-Professor in politischer Soziologie an der Freien Universit√§t Berlin und Stellvertretender Direktor des Zentrums f√ľr Zivilgesellschaftsforschung am Wissenschaftszentrum Berlin f√ľr Sozialforschung.

Sophia Hunger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum f√ľr Zivilgesellschaftsforschung am Wissenschaftszentrum Berlin f√ľr Sozialforschung.

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Swen Hutter
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Florian Binder

Ulrike Burrmann und Sebastian Braun: Die Sportvereine in Zeiten der Corona-Pandemie ‚Äď Ergebnisse einer repr√§sentativen Bev√∂lkerungsbefragung

In ihrem Vortrag vom 30. Juni 2021 beschrieben Ulrike Burrmann und Sebastian Braun, wie physische Abstandsregeln und Kontaktbegrenzungen die Kernaktivit√§ten von Sportvereinen limitieren. Der Vortrag liefert auf der Grundlage einer im zweiten Lockdown durchgef√ľhrten repr√§sentativen Online-Befragung mit Erwachsenen empirische Daten zu ausgew√§hlten Strukturmerkmalen von Sportvereinen.

Ulrike Burrmann ist Professorin an der Humboldt-Universit√§t zu Berlin und dort Leiterin der Abteilung Sportp√§dagogik am Institut f√ľr Sportwissenschaft sowie Leiterin der Abteilung Integration, Sport und Fu√üball am BIM.

Sebastian Braun ist Professor an der Humboldt-Universit√§t zu Berlin und dort Leiter der Abteilung Sportsoziologie am Institut f√ľr Sportwissenschaft.

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Joshua Perleberg

Johannes Abeler und Frauke Kreuter: Der Effekt von Corona-Warn-Apps

Viele L√§nder haben letztes Jahr Kontakt-Nachverfolgungs-Apps eingef√ľhrt, um die Zahl der Corona-Ansteckungen zu reduzieren. In seinem Vortrag vom 23. Juni 2021 zeigt Johannes Abeler, wie diese Apps von der Bev√∂lkerung angenommen wurden, und fasst Ergebnisse √ľber die Effekte der Apps zusammen. Die App, die in England verwendet wird, hat die dortige Epidemie um ca. 25 Prozent reduziert.

Der Vortrag wurde zusammen mit Frauke Kreuter ausgearbeitet.

Johannes Abeler ist Professor f√ľr Wirtschaftswissenschaften an der University of Oxford und Fellow des St Anne’s College.

Frauke Kreuter ist Professorin f√ľr Statistik und Data Science in den Sozialwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universit√§t M√ľnchen.

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Johannes Abeler
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Frauke Kreuter

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Joshua Perleberg

Benjamin Schulz: F√ľr wen brachte Corona einen Digitalisierungsschub? Ergebnisse aus dem Nationalen Bildungspanel zu Ver√§nderungen in der Nutzung digitaler Technologien w√§hrend der COVID-19-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat dazu gef√ľhrt, dass immer mehr Besch√§ftigte im Arbeitsalltag vernetzte digitale Technologien nutzen. Wer aber nutzt etwa Videokonferenzsysteme oder kollaborative Software h√§ufiger als zuvor, und f√ľr welche T√§tigkeiten? In seinem Vortrag vom 23. Juni 2021 stellte Benjamin Schulz dazu Analysen der 2020er Corona-Zusatzerhebung des Nationalen Bildungspanels vor und diskutiert zu erwartende Auswirkungen auf die (soziale Ungleichheit von) Weiterbildungsbeteiligung und die digitale Spaltung der Erwerbsbev√∂lkerung.

Benjamin Schulz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Nationales Bildungspanel: Berufsbildung und lebenslanges Lernen, am Wissenschaftszentrum Berlin f√ľr Sozialforschung.

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Benjamin Schulz

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Jan Wetzel

Niklas Harder und Magdalena Nowicka: Betreuer*innen an der Grenze: das transnationale Pflegesystem in der Pandemie

Am 16. Juni 2021 hielten Magdalena Nowicka und Niklas Harder einen Vortrag mit dem Titel ‚ÄěBetreuer*innen an der Grenze: das transnationale Pflegesystem in der Pandemie‚Äú. In Deutschland besch√§ftigen sch√§tzungsweise 300.000 Haushalte eine ausl√§ndische Betreuungskraft. Diese sogenannten Live-ins arbeiten meist √ľber l√§ngere Zeitr√§ume im Haushalt pflegebed√ľrftiger Personen, und reisen zwischen Deutschland und ihren Heimatl√§ndern hin und her. Durch die Corona-Krise wurden diese Grenz√ľberschreitungen weitgehend unm√∂glich. Nowicka und Harder stellen nun erste Ergebnisse aus ihren Befragungen zu den Folgen dieser Beschr√§nkungen vor.

Magdalena Nowicka leitet die Abteilung Integration am Deutschen Zentrum f√ľr Integrations- und Migrationsforschung.

Niklas Harder ist Postdoktorand und der Co-Leiter der Abteilung Integration.

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Sandra Leumann