Heiko Giebler: Verh├Ąltnism├Ą├čigkeit, soziale Vertr├Ąglichkeit oder demokratische Legitimit├Ąt? Bedingungsfaktoren der Akzeptanz von Ma├čnahmen zur Pandemiebek├Ąmpfung in vergleichender, experimenteller Perspektive

Derzeit versuchen Regierungen weltweit, die Corona-Pandemie einzud├Ąmmen und greifen zu diesem Zweck h├Ąufig zu drastischen Ma├čnahmen, die u.a. massiv Freiheitsrechte einschr├Ąnken. Entsprechend stehen die Ma├čnahmen auch in der Kritik und es stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen die B├╝rger:innen die restriktiven Ma├čnahmen einhalten.

In seinem Vortrag vom 21. April pr├Ąsentierte Heiko Giebler erste Ergebnisse aus einer eigenen Studie, die den Einfluss der Verh├Ąltnism├Ą├čigkeit der Ma├čnahmen, der sozialen Vertr├Ąglichkeit und der (demokratischen) Legitimit├Ąt der Entscheidung pr├╝ft. Zu diesem Zweck haben er und seine Co-Autor:innen in 11 europ├Ąischen L├Ąndern Ende 2020 ein Umfrageexperiment durchgef├╝hrt und die Befragten mit fiktiven Szenarien konfrontiert, in denen das Ausma├č der Pandemie, die demokratische Qualit├Ąt des Entscheidungsprozesses und die Existenz eines wirtschaftlichen Hilfsplans, nicht aber die einschr├Ąnkenden Ma├čnahmen variiert wurden. Erste Ergebnisse verweisen darauf, dass die demokratische Qualit├Ąt der Entscheidung im Vergleich zu den beiden anderen Dimensionen eine eher geringere Rolle f├╝r das Einhalten der Bestimmungen spielt und dass sich Erwartungen ├╝ber das Verhalten der Gesellschaft an sich nicht auf die individuelle Akzeptanz auswirken.

Weitere Autor:innen der Studie sind Bernhard We├čels und Constanza Sanhueza.

Heiko Giebler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung “Demokratie und Demokratisierung” und Leiter des Projekts “Politische Legitimit├Ąt in Krisenzeiten” (PolLegKris) am WZB sowie Leiter einer Forschungsgruppe im Exzellenzcluster “Contestations of the Liberal Script” an der Freien Universit├Ąt Berlin.

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J├╝rgen Gerhards und Michael Z├╝rn: China und die westlich-liberalen Demokratien in der Systemkonkurrenz: Zeigt die Bew├Ąltigung der Corona-Krise die ├ťberlegenheit einer technokratischen Autokratie?

Den Auftakt zur dritten Staffel unserer Reihe bildete ein Vortrag von J├╝rgen Gerhards und Michael Z├╝rn. Darin gehen sie von der Beobachtung aus, dass die Ma├čnahmen zur Pandemiebek├Ąmpfung in China effektiver waren als in vielen westlich-liberalen Demokratien. Davon ausgehend pl├Ądieren sie f├╝r einen verst├Ąrkten staatlichen Kompetenzaufbau in der Digitalisierung als Grundlage daf├╝r, die internationalen Regeln in diesem Bereich langfristig mitgestalten zu k├Ânnen.

Der Vortrag beruht auf einem Artikel, der am 13. Januar 2021 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist.

J├╝rgen Gerhards ist Professor f├╝r Makrosoziologie an der Freien Universit├Ąt Berlin. Michael Z├╝rn ist Direktor der Abteilung ÔÇ×Global GovernanceÔÇť am Wissenschaftszentrum Berlin f├╝r Sozialforschung (WZB) und Professor f├╝r Internationale Beziehungen an der Freien Universit├Ąt Berlin.

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