Katrin Auspurg: Fieberhafte Forschung ÔÇô Warum Forschung derzeit wenig verl├Ąsslich ist und was wir dagegen tun k├Ânnen

Der Beitrag von Katrin Auspurg nimmt eine Meta-Perspektive auf die Forschung ein. Derzeit gibt es aufgrund der Aussetzung ├╝blicher Qualit├Ątsstandards etliche Anzeichen f├╝r eine ineffiziente Wissenschaft. Viele Thesen entbehren transparenter Grundlagen; zahlreiche ad-hoc Surveys verletzen methodologische Grundregeln. Verzerrte Ergebnisse k├Ânnen aber zu falschen Schlussfolgerungen f├╝hren und die Wissenschaftsskepsis der Bev├Âlkerung mehren.

Der Beitrag pl├Ądiert daher f├╝r eine st├Ąrker analytisch-empirische Forschung, basierend auf den Prinzipien verl├Ąsslicher Sozialforschung. Damit sich verl├Ąssliche gegen├╝ber ├╝berhasteter Forschung durchsetzen kann, erscheinen zudem ├änderungen der Anreizstrukturen erforderlich: Hin zu mehr Forschungskooperationen, zu mehr Transparenz und intersubjektiver Nachvollziehbarkeit.

Moderation: Joshua Perleberg

Andreas Diekmann: Soziale Normen. Prosoziales Verhalten in der Corona-Krise

In Krisensituationen m├╝ssen Menschen umdenken. Ein kollektiver Lernprozess beginnt und neue Ordnungsmuster entstehen. Doch werden die neuen sozialen Normen auch befolgt? Eine genauere Analyse muss dem unterschiedlichen Charakter sozialer Normen Rechnung tragen.

Andreas Diekmann geht der Frage nach, unter welchen Bedingungen Regeln und soziale Normen der ÔÇ×sozialen DistanzierungÔÇť, f├╝r das Tragen von Schutzmasken oder die Anwendung digitaler Technik zur Nachverfolgung von Infektionsketten akzeptiert und befolgt werden.

Moderation: Melinda Erdmann