Georgina Kress: Wohnungs- und Obdachlosigkeit und Corona: Wie Raum soziale Ungleichheitsverhältnisse in Wien während der Corona-Pandemie spiegelt

In ihrem Vortrag vom 31. M√§rz 2021 warf Georgina Kress einen Blick auf die Lebensrealit√§t der Wohnungs- und Obdachlosen in der Stadt Wien w√§hrend der Corona-Pandemie. Sie problematisiert unterschiedliche Perspektiven auf √∂ffentlichen Raum: jene der Mehrheitsgesellschaft auf der einen und jene marginalisierter Gruppen auf der anderen Seite. Wie so oft kann gerade von den sogenannten ‚ÄěR√§ndern der Gesellschaft‚Äú auch etwas √ľber die innere Verfasstheit dieser gelernt werden.

Georgina Kress studierte am Institut f√ľr Internationale Entwicklung der Universit√§t Wien. Der Vortrag beruht auf Ergebnissen ihrer Masterarbeit.

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Silvio Suckow

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Georgina Kress

Nicole Bögelein: Das Gefängnis und die Pandemie: Wie Corona die Inhaftierung marginalisierter Gruppen reduziert

In ihrem Vortrag vom 31. M√§rz 2021¬†betrachtet Nicole B√∂gelein die¬†Auswirkungen der Pandemie auf das Gef√§ngnis. Mit der Pandemie sanken die Gefangenenzahlen, was sich vor allem auf das Aussetzen von Ersatzfreiheitsstrafen zur√ľckf√ľhren l√§sst. B√∂gelein fokussiert in ihrem Vortrag auf die daraus entstehenden Folgen vor allem f√ľr marginalisierte Personengruppen.

Nicole B√∂gelein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f√ľr Kriminologie der Universit√§t K√∂ln.

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Jan Gehrmann

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Nicole Bögelein

Judith Kohlenberger: Erreichbarkeit und sozio√∂konomische Herausforderungen von Migrant:innen und Gefl√ľchteten

In ihrem Vortrag vom 3. M√§rz pr√§sentierte Judith Kohlenberger erste Ergebnisse der noch laufenden qualitativen Studie ‚ÄěCOVID-19 und Migrationshintergrund‚Äú, die in Kooperation mit Gesundheit √Ėsterreich und dem √Ėsterreichischen Gesundheitsministerium durchgef√ľhrt wird.

Auf Basis getrenntgeschlechtlicher Gruppendiskussionen mit vier unterschiedlichen Migrant*innenpopulationen in √Ėsterreich (N=48) werden die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Menschen mit t√ľrkischem und BKS-Migrationsbiographie sowie Gefl√ľchtete aus Syrien und Afghanistan diskutiert. Im Fokus stehen Erreichbarkeit durch (erstsprachliche) Gesundheits- und Sicherheitsinformationen, soziale Auswirkungen im Bereich Familie, Wohnen und Einkommen sowie Diskriminierungserfahrungen durch die Mehrheitsgesellschaft.

Judith Kohlenberger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f√ľr Sozialpolitik an der Wirtschaftsuniversit√§t Wien.

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Silvio Suckow

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Judith Kohlenberger

Leonie Tuitjer und Kerstin Schäfer: (Im)mobilität und (Un)gleichheiten während der Corona-Pandemie

In ihrem Vortrag vom 17. Februar 2021 pr√§sentierten Kerstin Sch√§fer und Leonie Tuitjer Ergebnisse einer Befragung zum Mobilit√§tsverhalten in Hannover w√§hrend des ersten Lockdowns im Fr√ľhjahr 2020. Im Zentrum der Untersuchung stand, ob die Befragten ihre Mobilit√§t gleicherma√üen reduzierten und welche sozialstrukturellen Faktoren ein ge√§ndertes Mobilit√§tsverhalten bedingten.

Leonie Tuitjer und Kerstin Sch√§fer arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut f√ľr Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universit√§t Hannover.

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Michelle Boden

Britta Klopsch und Anne Sliwka: Wie die Pandemie die ‚ÄěGrammatik der Schule‚Äú ver√§ndert

In ihrem Vortrag vom 9. Dezember 2020 argumentierten Britta Klopsch und Anne Sliwka, dass die traditionellen Struktur- und Prozessmerkmale der Schule, die ihre Urspr√ľnge im Industriezeitalter haben, f√ľr ein Lernen in der heutigen Wissensgesellschaft nicht mehr geeignet sind. Besonders deutlich wird dies vor dem Hintergrund der Herausforderungen, die mit der Pandemie einhergehen. Entlang von vier Gestaltungsachsen zeigen sie, wie die Organisationslogik der Schule jetzt neu ausgerichtet werden kann, um alle Sch√ľlerinnen und Sch√ľler optimal zu erreichen und in ihrem Lernen zu unterst√ľtzen.

Anne Sliwka ist Professorin f√ľr Bildungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Schulp√§dagogik an der Universit√§t Heidelberg. Britta Klopsch ist Juniorprofessorin am Karlsruher Institut f√ľr Technologie.

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Sandra Leumann

Jan Paul Heisig: Soziale Ungleichheiten in den gesundheitlichen Folgen der Pandemie

Schon fr√ľh in der Corona-Pandemie gab es Hinweise, dass sozial benachteiligte Gruppen besonders hohe Erkrankungs- und Sterberisiken tragen. Mittlerweile liegen zahlreiche Studien vor, die dieses Muster belegen und erste Hinweise auf die Ursachen geben.

Nach wie vor kommen die meisten Arbeiten aus den USA und dem Vereinigten K√∂nigreich, aber auch f√ľr Deutschland und f√ľr andere Staaten der Europ√§ischen Union gibt es inzwischen belastbare Befunde. In seinem Vortrag vom 18. November 2020 fasst Jan Paul Heisig die Ergebnisse einiger zentraler Studien zusammen. Zudem diskutiert er wichtige offene Fragen und Herausforderungen f√ľr die weitere Erforschung der laufenden und m√∂glicher zuk√ľnftiger Pandemien.

Jan Paul Heisig leitet die Forschungsgruppe Gesundheit und soziale Ungleichheit am Wissenschaftszentrum Berlin f√ľr Sozialforschung (WZB).

Moderation: Michelle Boden

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Anja Weiß: Wie genau ändert Corona die Struktur sozialer Ungleichheiten?

Im Kolloquium wurde immer wieder die Wirkung der Corona-Pandemie auf soziale Ungleichheiten thematisiert ‚Äď wohl eine der wichtigsten Aufgaben, die die Soziologie bei der wissenschaftlichen Analyse der Krise hat. Empirisch nachzuvollziehen, welche Wirkungen die Krise hat, ist dabei die eine Herausforderung ‚Äď sie theoretisch zu konzeptionieren die andere.

In ihrem Vortrag vom 28. Oktober 2020 machte Anja Wei√ü einen Vorschlag, der Vielfalt von Ungleichheitsstrukturen gerecht zu werden. Im Zentrum steht dabei die Annahme, dass soziale Ressourcen nur in bestimmten Kontextrelationen umgesetzt werden k√∂nnen. Auf solche Relationen hat die Corona-Pandemie unterschiedliche Folgen. So verst√§rkt sie zwar bestehende Ungleichheiten, bringt aber auch neue hervor ‚Äď etwa einem Cleavage zwischen Personen, die unter k√∂rperlicher Ko-Pr√§senz arbeiten m√ľssen, und solchen, die raumzeitlich zunehmend Flexibilit√§t gewinnen.

Anja Wei√ü ist Professorin f√ľr Soziologie an der Universit√§t Duisburg-Essen mit Schwerpunkt Makrosoziologie und transnationale Prozesse.

Moderation: Jan Wetzel

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Michaela Kreyenfeld: Corona, Krise und Geburten

Die Demografie beschäftigt in der Corona-Krise bisher vor allem die Frage der Sterblichkeit. Doch welche Auswirkungen sind auf die Geburtenzahlen zu erwarten? In ihrem Vortrag gab Michaela Kreyenfeld einige erste Antworten darauf.

Da es selbstverständlich noch keine Daten dazu gibt, hilft ein Blick in die Geschichte. Lange galt, dass nur langfristige Entwicklungen wie die Frauenemanzipation und Wertewandel auf die Fertilität wirken, nicht aber Wirtschaftskrisen. Dieser Blick hat sich inzwischen gewandelt. Wirtschaftliche Not kann, wie Kreyenfeld zeigt, die Geburtenzahlen beeinflussen. Gleichzeitig beeinflusst sie den familienpolitischen Spielraum, positiv darauf einzuwirken.

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Stefan Liebig und Simon K√ľhne: Die Corona-Pandemie als kritisches Ereignis im Lebensverlauf ‚Äď Design und erste Ergebnisse der SOEP-CoV-Studie

Stefan Liebig und Simon K√ľhne gehen in ihrem Vortrag der Frage nach, inwiefern die Pandemie auf soziale Ungleichheitsstrukturen trifft. Informationen hierzu wurden in einer Zusatzerhebung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) gesammelt. Liebig und K√ľhne berichten in ihrem Vortrag erste vorl√§ufige Ergebnisse aus der Befragung und zeigen auf, warum die l√§ngsschnittliche Forschungsperspektive des SOEP insbesondere auch f√ľr die politische Steuerung in der aktuellen Krise entscheidend sein kann.

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Mareike B√ľnning und Lena Hipp: Leben in der Lage. Wie wirkt sich Corona auf Arbeit, Familie und Wohlbefinden aus?

In ihrem Vortrag gingen Mareike B√ľnning und Lena Hipp aus der WZB-Forschungsgruppe ‚ÄěWork and Care‚Äú der Frage nach: Wie wirkt sich Corona auf Arbeit, Familie und Wohlbefinden aus? Erste Antworten konnten sie dabei auf Basis der empirischen Erhebung zu diesen Themen teilnehmen, die unter corona-alltag.de l√§uft. Basierend auf den Antworten von rund 8000 Teilnehmer*innen der ersten Erhebungswelle geht es im Vortrag insbesondere um die Auswirkungen im Bereich der Erwerbsarbeit ‚Äď abh√§ngig etwa davon, ob man in einem systemrelevanten Beruf arbeitet oder nicht.

Weitere Informationen finden Sie auch in der Pressemeldung zur Studie.

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Jan Wetzel