Georgina Kress: Wohnungs- und Obdachlosigkeit und Corona: Wie Raum soziale UngleichheitsverhÀltnisse in Wien wÀhrend der Corona-Pandemie spiegelt

In ihrem Vortrag vom 31. MĂ€rz 2021 warf Georgina Kress einen Blick auf die LebensrealitĂ€t der Wohnungs- und Obdachlosen in der Stadt Wien wĂ€hrend der Corona-Pandemie. Sie problematisiert unterschiedliche Perspektiven auf öffentlichen Raum: jene der Mehrheitsgesellschaft auf der einen und jene marginalisierter Gruppen auf der anderen Seite. Wie so oft kann gerade von den sogenannten „RĂ€ndern der Gesellschaft“ auch etwas ĂŒber die innere Verfasstheit dieser gelernt werden.

Georgina Kress studierte am Institut fĂŒr Internationale Entwicklung der UniversitĂ€t Wien. Der Vortrag beruht auf Ergebnissen ihrer Masterarbeit.

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Silvio Suckow

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Georgina Kress

Alexander Bogner: Zwischen Virologie und Verschwörungstheorie: Expertise in der Coronakrise

Am 7. Oktober 2020 hielt Alexander Bogner einen Vortrag mit dem Titel: „Zwischen Virologie und Verschwörungstheorie: Expertise in der Coronakrise“. Grundthese ist, dass in der Wissensgesellschaft viele Konflikte als Auseinandersetzungen um das richtige Wissen ausgetragen getragen werden. In diesen Wissenskonflikten, so Bogner, unterstĂŒtze der Primat der Wissenschaft eine Politik der Alternativlosigkeit. Politischer Protest artikuliere sich daher oft als anti-rationalistisches Ressentiment. Alternative Fakten stehen alternativloser Politik gegenĂŒber.

Alexander Bogner ist Dozent fĂŒr Soziologie an der UniversitĂ€t Wien und Senior Scientist an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er ist derzeit Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft fĂŒr Soziologie.

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Jan Wetzel

Michaela Pfadenhauer: Corona-Pandemie – Expertokratie oder Aufwind fĂŒr die Profession?

In Ihrem Vortrag betrachtet Michaela Pfadenhauer die Folgen der Coronakrise aus Sicht einer Professionssoziologin. Die BefĂŒrchtung einer Expertokratie ist eine Begleiterscheinung nicht erst der Corona-Pandemie, sondern eine Sorge, die seit den 1960er Jahren im Hinblick insbesondere auf die Medizin zu hören ist und nicht nur als Bevormundung der Politik, sondern auch als EntmĂŒndigung der Laien thematisiert wird. Wenn aber Politik und BĂŒrger entmachtet werden, um wessen Herrschaft geht es gegenwĂ€rtig gegebenenfalls: um die ErmĂ€chtigung der wissenschaftlichen Disziplin Virologie, die der verbeamteten Forscher des Robert-Koch-Instituts oder der medizinischen Profession? GegenĂŒber deren generellem Niedergang scheint zumindest diese eine Profession im Aufwind zu sein, wenn zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie das Gesundheitssystem allen anderen Teilsystemen ĂŒbergeordnet wird, weil es „um Leben und Tod“ geht.

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Jan Wetzel